130:2-Rückstand gedreht: So lief das Debüt von Guido Schustereit beim SV Borussia Hannover

In dieser Partie ging es um viel: Die Kontrahenten SV Borussia Hannover und VfL Bückeburg II trennte vor dem Spiel nur ein einziger Punkt ... und beide spielen gegen den Abstieg.
Zur Pause sah es zunächst noch so aus, als würde die Premiere von Trainer Guido Schustereit beim SV Borussia Hannover gründlich in die Hose gehen. Die abstiegsbedrohten Gastgeber lagen auf dem heimischen Ascheplatz gegen den Vorletzten VfL Bückeburg II nach einem Doppelschlag zunächst mit 0:2 hinten. Im zweiten Durchgang drehten sie allerdings die Partie und gewannen mit 3:2.
Ein dreiminütiger Blackout

Simon Häberli (24.) und Aboubacar Sidir Fofana (27.) überwanden im ersten Durchgang Borussia-Torwart Marvin Schaper, der künftig den beruflich nach Hamburg abgewanderten Stammtorwart René Meyer zwischen den Pfosten vertritt. "Bückeburg hat ordentlich Tempo gemacht und dann hatten wir einen dreiminütigen Blackout", klagte Borussias Co-Trainer Philipp Oehlmann.

Nach Wiederanpfiff ging der VfL-Reserve die Puste aus, während die Borussen nach dem 1:2-Anschlusstreffer von Nick Dabrowski (61.) neue Hoffnung fassten. "Die Mannschaft hat einen großen Willen gezeigt", freute sich Oehlmann. Abel Tedros erzielte zehn Minuten später den Ausgleichstreffer (71.).

Beim Siegtor profitierten die Platzherren allerdings von einem Patzer von VfL-Torwart Patrick Spilker. Dem Keeper glitt in der 89. Minute ein hoher Ball aus den Händen. Neuzugang Angelino Hartl war zu Stelle und wurden zum Helden. "Er ist nach einer längeren Auszeit wieder bei uns im Team und hat die letzten drei Wochen richtig geackert", lobte Oehlmann.

So spielten die Neuzugänge

Hartl war übrigens nicht der einzige Neuzugang auf dem Platz. "Mittelfeldmotor" und "Wirbelwind" Christopher Wiesner (kam von Iraklis Hellas) spielte von Beginn an. Tomasz Adamiec (kam vom SC Polonia) verfolgte das Spiel von der Bank aus.

"Das waren drei ganz wichtige Punkte. Wir dürfen das jetzt allerdings nicht zu hoch hängen", sagte Oehlmann. In der Tabelle springt Borussia damit auf Rang elf.

 

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